Das Haus, das auch Schloss Richard Löwenherz genannt, liegt zwischen dem Andrejewskij Spusk (Andreasstiege), der historischen Zentralstraße von Kiew, und dem Hügel Wosdychalniza, der noch in altrussischen Chroniken erwähnt wird. Man glaubt, dass der berühmte englische König eine gewisse Zeit in diesem Haus verweilt hat. Diese Informationen sind aber nicht zutreffend. Das Haus wurde solcherweise von Viktor Nekrasow zu Ehren von Aivengo, dem Helden des Romans von Walter Scott, genannt.
Das Schloss Richard Löwenherz steht unter Denkmalschutz. Sein Bau datiert aus dem 19. Jahrhundert und es wurde im gotischen Stil errichtet. Die Schlossfassaden sind mit Turmspitzen geschmückt.
Die Schlossräume wurden früher als Mietwohnungen genutzt, die einen hohen Gewinn bringen konnten. In diesem Haus wohnten berühmte ukrainische Künstler G.P. Djadtschenko, F. Balawenskij, F. Krasizkij, I. Makuschenko.
Mit dem Haus № 15 ist die Lieblingslegende der Kiewer verbunden. Als die Wohnungen im Haus schon zu vermieten waren, verbreitete sich sofort die Gerede durch die ganze Stadt, dass sich hier ein böser Feind niederließ: die Menschen hörten ein rätselhaftes Gejaule in den Rohren. Die stark erschrockenen Stadtbewohner wollten das Haus in einzelne
Ziegelsteine auseinandernehmen, um den bösen Feind solcherweise zu vernichten. Ein Hausbewohner des unglückseligen Schlosses Stepan Timofejewitsch Golubjew, der eines Tages sehr müde nach der Arbeit kam, steckte seine Hand ins Rauchkanal beim folgenden Gejaule und zog dorther eine Eierschale. Die Luft drang durch winzige Löcher der Eierschale, die bei heftigem Wind eine Rolle des Resonators spielten.
Heutzutage wird das Schloss Richard Löwenherz rekonstruiert und renoviert, um dieses Haus ins Hotel zu verwandeln.
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