Der Schewtschenko-Garten ist ein Stadtpark und liegt im Zentrum von Charkow. Er war in den Jahren 1804 – 1805 von Wasilij Nasarowitsch Karasin, dem berühmten Gründer der Charkower Universität gegründet. Ursprünglich wurde der Garten im unberührten, am Rande der Stadt liegenden Eichenhain angelegt. Auf der oberen Gartenterrasse befinden sich ein Landschaftspark und auf der niedrigen – ein botanischer Park. Drei Jahre nach der Gartengründung wurde hier ein Observatorium gebaut und im Jahre 1896 wurde ein Zoo, der heutzutage der älteste in der Ukraine ist, in seinem westlichen Teil eröffnet.
In den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges hat der Garten stark unter den Kriegshandlungen gelitten. Während der Stadtbesetzung verwandelten die deutsch-faschistischen Eroberer die zum Garten parallele Straße in einen Friedhof für ranghohe Offiziere. Sie wollten den Garten und das an den Garten anstoßende Territorium ins Pantheon des deutschen Kriegsruhmes verwandeln, aber nach der endgültigen Befreiung von Charkow im Jahre 1943 wurde der Friedhof vernichtet.
In den Nachkriegsjahren wurde der Garten aktiv renoviert und rekonstruiert. So, im Jahre 1955 wurde im Schewtschenko-Garten eine Kaskadentreppe und im Jahre 1963 – ein Filmkonzertsaal „Ukraine“ gebaut, im Jahre 1947 wurde in der Zentralallee eine Fontäne errichtet und Ende des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude des Charkow Staatlichen Akademischen Ukrainischen Oper und Ballett Theaters von N. Lisenko gebaut. Hier stehen auch das Denkmal des Erzengels Michael, W.
N. Karasin- und T.G. Schewtschenko-Denkmal, Erinnerungsabzeichen der ukrainischen, der Repressivmaßnahmen ausgesetzten Kobzars, Bandurists und Lirniks, die Skulptur „Aksakal“, Denkmal des Fußballballs, die den Schewtschenko-Garten schmücken. Außerdem wurde hier 2010 eines der einzigartigsten Stadtdenkmäler „Der 50. Breitengrad“ eröffnet. Die Einzigkeit des Denkmals besteht darin, dass es der größten Stadt der Erde auf dem 50. Breitegrad Charkow gewidmet ist.
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